Düsseldorfer Frauen ganz politisch im Zoch

05.02.2016 18:50

Wenn nicht die Sturmwarnung es verhindert hätte

Düsseldorfer Frauen ganz politisch im Zoch
Das Büro für die Gleichstellung von Frauen und Männern der Landeshauptstadt Düsseldorf hätte beim Rosenmontagszug am 8. Februar unter dem Titel "Keine sexualisierte Gewalt, keine sexuellen Übergriffe gegen Frauen" mit einer Fußtruppe vertreten sein sollen, wenn nicht die Sturmwarnung den gesamten Zug verhindert hätte. Sogar ein eigener Mottowagen war diesem Thema gewidmet.
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Foto: Judith Michaelis (WZ 08.02.2016)
 
Der folgende Artikel ist noch aus der Vorbereitungszeit und wird vielleicht wieder Relevanz haben, wenn der Zug im Frühjahr nachgeholt wird:

Insgesamt 100 Frauen werden die Fußtruppe bilden. Neben den Kolleginnen des Büros für die Gleichstellung von Frauen und Männern und der Frauenberatungsstelle Düsseldorf wird die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens, mitlaufen.

"Auch unter der Maske des Karnevals darf kein Platz sein für Übergriffe gegen Frauen. Jede Form von Sexismus und sexueller Gewalt muss sichtbar gemacht werden, auch an den tollen Tagen. Wenn Männer hier Grenzen überschreiten, sollten sie angezeigt werden, egal woher sie kommen. Nein heißt Nein – auch an Rosenmontag. Das muss endlich allen klar sein in unserer Gesellschaft", so Ministerin Barbara Steffens.

Daneben begleiten viele einschlägige Frauen-Institutionen und aktive Frauen aus Politik und Gesellschaft aus Düsseldorf die Fußtruppe, unter anderem von: SPD, Bündnis 90 / Die Grünen, LAG Lesben, Ärztliche Kinderschutzambulanz, Wir Frauen e. V., Pro Mädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e. V., Ver.di, Landgericht Düsseldorf.

Als besonderes Kennzeichen dient eine orangene Schleife oder ein orangefarbener Schal: Orange ist die Farbe gegen Gewalt.

Den Beteiligten ist es wichtig, gemeinsam ein Zeichen zu setzen anlässlich der aktuellen Debatte zur sexualisierten Gewalt gegen Frauen in Bezug auf die Silvesternacht in Köln. Dazu Elisabeth Wilfart, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt: "Im öffentlichen Raum zu feiern, ob an Silvester oder Karneval, muss ohne Angst und ohne Bedrohung für Frauen und Mädchen immer möglich sein."

Quelle: Düsseldorfer Anzeiger 05.02.2016

 

 

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