Ehe für alle

03.09.2015 15:08

der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat in einem Brief alle Abgeordneten von Union und SPD gebeten, bei den kommenden Abstimmungen über die #EheFürAlle im Herbst ihrem freien Gewissen zu folgen. Schließlich gäbe es auch in Deutschland eine parlamentarische Mehrheit für die Eheöffnung, in allen Bundestagsfraktionen haben sich Abgeordnete dafür ausgesprochen: Gleiche Liebe, gleicher Wert, gleiches Recht. Tatsächlich verspricht der Koalitionsvertrag der jetzigen Regierung die Beendigung bestehender Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Paaren und das Bundesverfassungsgericht hat in mehreren Urteilen klargestellt, dass eine Ungleichbehandlung mit dem Grundgesetz unvereinbar ist. Auch die große Mehrheit der Bevölkerung kann das Eheverbot längst nicht mehr nachvollziehen. Denn es geht nicht um Sonderrechte, sondern um Gleichstellung und damit um Gerechtigkeit.
Die Abgeordneten dürfen sich in dieser Gewissensfrage nicht in politische Geiselhaft nehmen lassen. Sie haben es in der Hand, dass Deutschland wieder Anschluss findet an die Entwicklung in anderen demokratischen Staaten. Argentinien, Belgien, Brasilien, Dänemark, Frankreich, Finnland, Großbritannien, Irland, Island, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Slowenien, Spanien, Südafrika, Uruguay, USA – über 20 Staaten haben erkannt, dass Wertschätzung und Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren nur bedeuten kann, dass sie auch das Recht erhalten zu heiraten. Denn es gibt keine sachlichen Argumente, die ein Eheverbot legitimieren könnten.
Das Sonderrecht der Eingetragenen Lebenspartnerschaft gehört endlich abgeschafft,

Zurück

Einen Kommentar schreiben